Fortbildung für das Kollegium
Inklusion im Fokus
Im Rahmen unseres Weges zur Profilschule Inklusion fand am 25. Februar 2026 eine schulinterne Fortbildung zum Thema „Pädagogische Haltung und Handlungssicherheit im Schulalltag“ statt. Als Referentin konnten wir Stephanie Ams gewinnen. Sie leitet die Paul-Ritter-Schule Nürnberg, die unsere Schule im Rahmen des Bewerbungs- und Implementierungsprozesses zum Schulprofil Inklusion als Kooperationsschule begleitet.
Neben Lehrkräften unserer Schule nahmen auch Vertreter der FOSBOS Fürth an der Veranstaltung teil, die ebenfalls mit der Paul-Ritter-Schule im Bereich Inklusion zusammenarbeitet. So bot die Fortbildung auch Gelegenheit zum schulübergreifenden Austausch.
Im ersten Teil der Veranstaltung ging es um die pädagogische Grundhaltung im Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen. Frau Ams betonte, dass Inklusion nicht mit einer Absenkung fachlicher Anforderungen verbunden ist. Vielmehr gehe es darum, Barrieren beim Zugang zum Lernen zu erkennen und abzubauen. Dabei sei ein Perspektivwechsel wichtig: weniger der Blick auf Defizite, stärker der Fokus auf Ressourcen und individuellen Unterstützungsbedarf.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf typischen Herausforderungen im Schulalltag an der FOSBOS. Thematisiert wurden unter anderem Unterstützungsbedarfe bei psychischen Erkrankungen, im Autismus-Spektrum, bei ADHS oder bei chronischen körperlichen Beeinträchtigungen. Vorgestellt wurden verschiedene Möglichkeiten, Unterricht und schulische Abläufe klar zu strukturieren, Anforderungen transparent zu machen und Schülerinnen und Schüler im Lernprozess gezielt zu unterstützen. Auch Fragen des Nachteilsausgleichs sowie der Zusammenarbeit mit Praktikumsbetrieben wurden angesprochen.
Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team thematisiert. Neben den Fachlehrkräften spielen dabei unter anderem der Mobile Sonderpädagogische Dienst, Beratungslehrkräfte und Schulpsychologen eine wichtige Rolle. Durch abgestimmte Zusammenarbeit und regelmäßigen Austausch können Unterstützungsmaßnahmen besser koordiniert werden.
Abschließend wurden einige praxisnahe Ansätze vorgestellt, etwa barrierearme Unterrichtsmaterialien, die digitale Bereitstellung von Lernunterlagen, das Lernbüro oder Formen der gegenseitigen Unterstützung unter Schülerinnen und Schülern.
Die Fortbildung bot Gelegenheit, zentrale Aspekte inklusiver Beschulung an beruflichen Schulen zu reflektieren und Einblicke in die Praxis einer spezialisierten Einrichtung zu erhalten. Wir danken Frau Ams herzlich für ihre Bereitschaft, ihre Erfahrungen mit unserem Kollegium zu teilen und die Fortbildung an unserer Schule durchzuführen.